Unter den Treppenstufen

Unter den Treppenstufen hatte sie als Kind ihr Versteck. Dort sprach sie mit den Gestalten, die sich durch die Erhebungen der Raufasertapete formten. Die Gestalten hatten ihre eigene Sprache. Diese ähnelte der Sprache des Holzes, dem Knarzen der Stufen, wenn jemand sie betrat. Ein dumpfes, herankommendes Poltern bedeutete Gefahr. Ein federndes Knacksen hingegen, hieß „Komm! Komm mit, es gibt Etwas zu entdecken.“ Wenn sie das federnde Knacksen hörte, verließ sie ihr Versteck und schlich sich, wie ein Raubtier, die Stiegen hinauf. Manchmal hüpfte sie auch, von Stufe zu Stufe. Dem wohligen Geruch von Milchkaffee entgegen.

 

 

Dieser kleine Text ist durch den Aufruf von Christiane auf ihrem Blog Irgendwas ist Immer entstanden. Er gehört zu den abc.etüden in der Textschreibwoche 15/17. Aufgabe war es die Worte Treppenstufen, Milchkaffee und Komm! in einem Text zu verwenden, der nur genau 10 Sätze lang sein darf.

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Die fiese Luise Teil 3: Prokrastination

Die fiese Luise Teil 3 – Prokrastination

Die fiese Luise

ist zu dem Zweck

der Prokrastination

auf ein Schiff gefloh’n.

 

Auf dem Schiffsdeck

sitz sie: Ihr Versteck!

In der Hand einen Hut,

gefüllt mit einer Seeluftbrise:

dem Duft nach frisch gewehtem Mut.

 

Und jetzt schreibt diese

be-briste Luise

ein Akrostichon

zur Prokrastination.

 

Und sie vergisst das Fluchen,

fragt sich selbst, ohne Scham:

„Na, wie wär‘ es denn Madame?

Gleich ein Stück Butterkuchen?“

 

 

Dieses Gedicht ist zum Geschichtengenerator von Jutta Reichelt entstanden. Es war mir eine Freude, wieder etwas über Luise, die ältere Dame mit Hut, schreiben zu können! Sie ist mir in diesem Jahr bereits ans Herz gewachsen!

Wer mag: Hier:  Die fiese Luise Teil 1

und hier: Die fiese Luise Teil 2

Ich wünsche allen einen schönen Jahresabschluss und ein noch schöneres Jahr 2017!

 

Wertschätzung der Vernetzung

Genau vor einem Jahr erschien hier mein erster Beitrag auf WordPress. Ich habe damals quasi als Pflicht-Bloggerin angefangen. Im Rahmen meines Studiums des Biografischen und Kreativen Schreibens an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin, war es die Aufgabe, von Januar 2016 – März 2016 zu bloggen. Danach bin ich einfach geblieben. Warum? Weil es mir hier so gut gefällt. Weil mich der Austausch mit euch und das Lesen eurer Blogbeiträge inspiriert, informiert und begeistert. Danke dafür!

Das ist eine ausdrückliche Wertschätzung

für diese Art der Vernetzung!

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