In Stimmung schreiben/ Schreiben mit Musik

Wer nutzt sie? Wer versucht sich mit der Hilfe von Musik in eine bestimmte Stimmung zu versetzen? Welche Musik ist dafür hilfreich? Ich kenne es, dass mir zu etwas Geschriebenem ein Lied im Nachhinein einfällt. Jedoch kenne ich es auch, dass ich ein Lied höre und dazu beginne zu schreiben.

2 Beispiele für Textanfänge, die ich parallel zur Musik zu schreiben begann:

Die Sonne stand bereits hoch am Himmel und brannte rücksichtslos die Erde nieder. Der schwere, verstaubt-holzige Absatz seines Stiefels drückte den Zigarettenstummel tief in sie hinein. Ein gurgelnd, schnalzend-schmatzendes Geräusch ging der zähflüssigen weiß-grünlichen Masse voran, die sich von seinem Mund aus neben dem Stummel abseilte.

 

2. Wie die Lichter einer Discokugel tanzten meine Bilder von dir um mich herum. Sie schmückten meinen Boden, meine Wände, meinen Himmel. Und, wenn ich zu dir aufschaute, dann tanzte dein Licht in meinem Gesicht. Bis zu dem Tag, an dem der Strom ausfiel.

Es gibt auch Musik, zu der ich niemals schreiben könnte. Das betrifft jegliche deutsch-sprachige Musik. Hier kann ich nicht anders, als auf den Text der Musik zu hören, was mich vom Schreiben ablenkt. Im Englischen muss die Musik die Eigenschaft haben, in den Hintergrund treten zu können, oder eben so entschieden eine Stimmung in mir auslösen, dass ich zunächst die Musik lauter drehen muss, um das ganze Lied aufmerksam hören- und danach, im Anschluss schreiben zu können. Geeignet ist auch Musik, bei der ich die Sprache nicht verstehe.

Wer schreibt auch gerne zu Musik, oder möchte es probieren? Falls sich Jemand findet, könnte zu einem Lied geschrieben werden. Es wäre sicher spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Assoziationen zu einem gleichen Lied sind?

Ich freue mich über Kommentare, Vorschläge, Anregungen …

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13 Gedanken zu “In Stimmung schreiben/ Schreiben mit Musik

  1. Ich habe gerne Musik beim Schreiben. Deutschsprachig geht dabei wirklich nicht, das lenkt viel zu stark ab. Soundtracks sind oftmals eine gute Sache oder Musik in Sprachen, die ich nicht beherrsche, teilweise reicht auch englisch aber das ist eher suboptimal. Musik als „Hintergrundrauschen“ ist aber durchaus sehr hilfreich.

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    1. da sind wir uns änlich! Bei Soundtracks habe ich manchmal das Problem, dass die sich mit den BIldern des gesehenen Films verknüpfen… deshalb bin ich immer auf der Suche nach neuen Lieder oder Soundtracks zu Filmen, die ich noch nicht gesehen habe. Viele Grüße!!

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          1. Beispiele… Die Soundtracks der Anno Serien, evtl. SimCity (4), Civilization, Banished, The Witcher, Metro, Titelthemen von Battlefield, Crysis… Es gibt so ewig viel, für jede Stimmung etwas. Nur bei Tropico funktioniert das nicht, da ist zu viel Sprache in der Musik.

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  2. Dass Musik das Schreiben beeinflusst, bestimmte Musik auch bestimmte Texte hervorruft, das glaube ich schon – und man sieht es an deinen Beispielen. Aber ich kann das leider gar nicht: Musik im Hintergrund, sei es zum Schreiben oder zum Lesen, bin da leider völlig einkanalig…

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    1. Ehrlich? Das ist spannend. Bei mir ist das sehr Stimmungs-abhängig, ob ich mit Musik oder ohne Musik schreibe. Meistens läuft aber etwas im Hintergrund. Ich habe das Gefühl, dass ich dann noch besser fokussieren kann, wenn ich parallel damit beschäftigt bin, etwas auszublenden? Klingt vermutlich paradox. Aber Musik (früher sehr viel Klaviermusik) bringt eine Art von Entspannung, so dass es besser möglich wird, nicht zu schnell jeden einzelnen Satz zu hinterfragen. Ist es bei dir dann so richtig still, wenn du schreibst? Oder lenkst du dich mit Blicken aus dem Fenster ab, etc.?

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      1. Wenn ich schreibe, schreibe ich und sonst nichts – das heißt, wenn die ersten Sätze laufen, die Idee da ist, dann schreibe ich meine Beiträge meist schon an einem Stück runter, ohne Ablenkung: Aber ich glaube, das liegt einfach an der Routine, die man als Journalistin bekommt, wenn man wie ich früher einfach den aktuellen Redaktionsschluss im Nacken hat. Aber Musik nebenbei – das ging bei mir komischerweise sowieso noch nie, wenn dann allenfalls als „Hintergrund“ zu Gesprächen – in der Regel aber, wenn ich alleine zuhause bin, mache ich dann nichts anderes – also liege einfach auf dem Sofa und höre zu.

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        1. Das mache ich momentan auch sehr gerne, aber im Alltag viel zu selten: einfach auf dem Sofa liegen und Musik hören. Sonst habe ich häufig die Kopfhörer mit Musik in den Ohren, wenn ich unterwegs bin -zur Arbeit etc. Aber auch nicht immer. Je nachdem, wie sehr ich das Bedürfnis habe, mich abzuschirmen.

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