Welches Gedicht ist gemeint?

Ich habe ein Gedicht abgewandelt und in einen Text umgewandelt. Jetzt bin ich gespannt, ob Jemand im folgenden Text das Ursprungsgedicht erkennen kann? Worum geht es? Ich freue mich über Lösungsmöglichkeiten in Kommentarform!! (bin sehr gespannt, ob das funktioniert und Jemand herausliest, was ich damit meinen könnte …)

Morgens um 5.00Uhr früh klingelt ihr Wecker. Sie schlurft in die Küche. Die kleine Espressomaschine steht schon vorbereitet auf dem Herd. Sie schaltet den Herd an. Dann geht sie ins Badezimmer und zieht ihren Bademantel an, bevor sie ihren Balkon betritt und die Blumen entlang der Balkonbrüstung gießt. Danach geht sie zurück in die Wohnung, schaltet ihren PC an und checkt ihre E-Mails, bis das pfeifende, gurgelnde Geräusch ertönt, das ihr verrät, dass der Espresso fertig ist. Sie trinkt ihn zur Hälfte, nimmt die Tasse mit ins Bad und stellt sie auf der Waschmaschine ab. Unter der Dusche singt sie. Ihre kraftvolle, klare Stimme füllt den Raum. Wenige Minuten später spült sie den Gesang, mit der zweiten Hälfte Espresso, die Kehle hinab. Der Nebel legt sich, der Wasserdampf lichtet sich. Die Fliesen erscheinen in klarem Weiß und strukturieren den weiteren Morgen, die anschließende Zugfahrt, den Tag im Büro und die Rückfahrt.

Zurück Zuhause angekommen ist sie meist so müde, dass sie nach kurzer Zeit einschläft, bis ihr der Wecker das Startsignal für den nächsten Tag angibt. Nur im Traum erscheinen ihr Bilder, fern und verheißungsvoll, die sich in ihre Seele schreiben.

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15 Gedanken zu “Welches Gedicht ist gemeint?

  1. Wie Ailienaid richtig erkannt hat, handelt es sich um den „Panther“ von Rilke:

    Der Panther

    Sein Blick ist vom Vorübergehen der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf – Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille –
    und hört im Herzen auf zu sein.

    Rainer Maria Rilke. 1902 in Paris.

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  2. Verblüffend, dass es so leicht gelang. Ich bin sehr beeindruckt. Machst Du noch einen Versuch? Oder noch zwei? Drei sind doch alle guten Dinge… Es macht Spaß, Deiner Seite zu folgen, gerade weil Du Deine Leser so häufig einbeziehst.

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