Schreibübung: Wer hat Lust auf eine schöne Woche?

Es ist Zeit für eine Schreibübung! Wer hat Lust auf eine schöne Woche, auf einen angenehmen Wochenstart?

Die Schreibübung geht folgendmaßen: Du notierst kurz in einem, oder zwei Wörtern, was dich heute zum Lächeln gebracht hat. Dies wiederholst du nach Belieben in den nächsten Tagen bis Freitag und dann kann anhand dieser Notizen ein kleiner Text- ein 3 Minuten Fragment entstehen.

Was ist ein 3 Minuten Fragment: du stellst dir einen Wecker auf drei Minuten. Dann schaust du dir deine Notizen an und schreibst drauflos. Einen kurzen Text, indem es nicht um Bewertung geht, sondern darum, spontan und mit Freude, diese Notizen miteinander zu verbinden. Findest du zunächst keinen Texteinstieg, dann kannst du ihn auch mit der Notiz beginnen. So könnte am Anfang z.B. „Kinderlachen“ stehen. Schon ist ein Anfang gemacht. Ich beginne manche Texte auch einfach mit bla, bla und schreibe dieses „bla“ so lange, bis etwas Anderes entsteht.

Wenn du magst, kannst du deinen Text bei mir als Kommentar posten, oder auf deinem Blog posten und mich dann verlinken. Ganz, wie du willst!

Ich bin gespannt darauf, ob jemand mitmachen mag! Meinen Text werde ich am Freitag einstellen. Rückfragen an mich- jederzeit gern!

Eine schöne Woche wünscht das Haus aus Papier.

 

 

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32 Gedanken zu “Schreibübung: Wer hat Lust auf eine schöne Woche?

  1. Hier mein Drei-Minuten-Stück:
    Ein Babykopf, kaum Haar, große Augen, lugt neben der dicken runden Säule in der Flughalle hervor- breites Lächeln und schnelles erneutes Verstecken. Und langsames Wieder-Hervorwagen- großes Staunen beim erneuten Blickkontakt und sofortiges Verschwinden. Babys finden schnell Anregungen- statt wieder wackelnde erste Schritte zu wagen, rasch auf alle Viere und in Richtung Rolltreppe gekrabbelt, mitten über den dreckigen Boden. Von Mamas Arm aus immer wieder ein klares, erstaunlich lautes „Goodbye“ zu allen, die gerade vorbeikommen. Mit kräftigem Winken und bezauberndem Lächeln.

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  2. Ich stand ihr so nah, dass zwischen uns kein Platz mehr war für Gefühle. Um uns herum standen die Schaulustigen und behinderten den Verkehr – auch wenn das jetzt zweideutig klingen mag. Die Fußgänger-Ampel schaltete auf Rot – wir blieben stehen, bis die Bullen eintrafen. Der Kontaktbereichsbeamte baute sich vor uns auf und verlangte nach den Personaldokumenten. Ohne mich umzudrehen raunte ich ihm zu: „In der rechten Gesäßtasche.“ – Dort befand sich ihre Hand …

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  3. Das Lächeln einer Nachbarin schenkt mir einen schönen Start in den Tag. Später stehe ich in der Mittagspause im Supermarkt: Vor mir hat sich ein kleines Mädchen, im Beisein ihrer Mutter, einen Berliner (in Berlin sagt man Pfannkuchen dazu), in einer Papiertüte aus dem Brot-Fach geholt. Die Papiertüte hat auf der Vorderseite einen durchsichtigen, perforierten Teil aus Plastikfolie, damit die Kassiererin erkennt, was gekauft wird. Das kleine Mädchen legt die Tüte auf das Laufband und sagt zu ihrer Mutter: „Schau mal Mama, der Berliner geht verloren.“ Die Mutter erwidert: „Quatsch, der ist doch in der Tüte.“ Ich schaue genauer auf die Tüte und sehe, wie ein wenig Puderzucker durch die Perforation nach Außen aufs Laufband kommt. Das Mädchen sagt: „Doch, guck doch mal. Wenn der Berliner eingesperrt ist, gehen Teile von ihm verloren.“ Diese Aussage hinterlässt mich baff, staunend und lächelnd.

    PS: mein Wecker hat schon geklingelt, die 3 Minuten sind schon um. Was mich aber auch sehr gefreut hat, war es zu entdecken, dass Colleen meinen Aufruf zu einer Schreibübung verlinkt hat! Danke noch dafür!

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    1. Kindermund… wie gut, dass dieses Mädchen sich nicht so schnell mundtot machen lässt, Wenn der Berliner eingesperrt ist, gehen Teile von ihm verloren … War das auch während des Kalten Krieges so?

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  4. Mona Lisa hatte die Schnauze voll, ihr eigenes ewiges Grinsen ging ihr so was von auf die Nerven, die gaffenden Mäuler und Augen, in einem Rahmen eingesperrt zu sein, an einem Faden zu hängen… ihre Mundwinkel schienen von Haken nach oben gezogen zu werden, die langsam aber sicher straffer wurden.
    Dann dieser bescheuerte CCTV überall, die Wächter… nirgendwo und nirgendwann konnte sie mal alleine sein.
    Das Licht ging aus, sie hatte ihre Flucht seit 502 Jahren bis ins klitzkleinste Detail geplant, und diese Nacht war es soweit…

    Gefällt 3 Personen

    1. oh super! Die Schnauze voll vom Grinsen… das gefällt mir heute sehr. Hatte heute morgen überlegt nen Beitrag über kreatives Fluchen zu schreiben- was mich davon abhielt, war aber, dass mir nur Kraftausdrücke einfielen. Ich hoffe, sehr, dass Mona Lisa die Flucht gelingt!! Wenn sie ein neues Zuhause sucht, schicke sie ruhig bei mir vorbei. Grinsen muss sie nicht mehr 😉 Und wenn sie es nicht mehr muss, erlebt sie vielleicht wirklich Momente, in denen sie lächelt- ganz natürlich, weil es eben so passiert.

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      1. bei deinen Zeilen muss ich gleich lächeln… also wenn es spät nachts an deine Türe klopft, dann mach ruhig auf 🙂
        Danke für die Anregung! erst ging natürlich gar nichts, weil unser Gehirn will sich doch so gar nicht anstrengen, aber mit einem kleinen Schubs wie dem deinen, kommt auf einmal was raus 🙂

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